Eine Lagerhalle der Firma Rösch in Altheim

Gipserhandwerk seit 1880 - Der Tradition verpflichtet

Der Stuckateurbetrieb Rösch besteht seit dem Jahr 1880. Er wird heute in der 4. Generation von Besitzer Hermann Rösch geführt. Vom Gründer Johann Adam, über Johann Georg, Adam bis Hermann tragen alle den Familiennamen Rösch.

Rückblickend geht aus der Firmengeschichte hervor, dass sich Johann Adam Rösch im Jahre 1880 in Altheim selbstständig gemacht hat. Damals musste der Kirchturm der evangelischen Kirche in Altheim verputzt werden. Da es in Altheim und der näheren Umgebung noch kein Stuckateurgeschäft gab, wurde eine Ulmer Firma mit den Verputzarbeiten beauftragt. Unter den Ulmer Gipsern befand sich auch der junge Johann Adam Rösch, der aus Auendorf im Täle stammte. Die Verputzarbeiten dauerten länger, da es im Jahre 1877 noch keinen Putzmeister und Kran gab. Deshalb blieb der junge Geselle auch am Wochenende in Altheim und lernte dort Barbara Schurr kennen.

Zu dieser Zeit gab es für die Gipser auf dem Lande vor allem in den Wintermonaten noch nicht viel Arbeit. Als Johann Adam Rösch 1921 starb, übernahm sein Sohn Johann Georg Rösch das Geschäft. Zwei seiner Söhne lernten das Gipserhandwerk. 1934 ging dann der jüngere Sohn nach Augsburg. 1938 kehrte er nach Altheim zurück, um in Ulm die Meisterprüfung zu absolvieren. Nach Kriegsende trat Adam Rösch wieder in den elterlichen Betrieb ein. Damals waren die Stuckateure in den Wintermonaten in der Werkstatt beschäftigt. Es wurden Zementrohre, Grabeinfassungen, Spülbänke und auch Dachziegel hergestellt. Die letzten Dachziegel kamen auf das eigene Haus, dass sich die Firma Rösch 1958 erbaute. Im Jahre 1970 waren der Bau einer Lagerhalle und die Neugestaltung der Büroräume notwendig.

Hermann Rösch hat seine Stuckateurausbildung 1964 begonnen und bereits 1972 seine Meisterprüfung im Schloss Hohenheim abgelegt. Nachdem es in Altheim Ende der achtziger Jahre kein Maurergeschäft gab, hat die Firma Rösch die Chance genutzt, einen Baustoffhandel zu betreiben.

Damals und heute und auch zukünftig kann der Kunde alles kaufen, was man zum Bauen benötigt. „Wir haben sehr klein angefangen und sind mit der Zeit immer größer geworden“, erinnert sich Firmenchef Hermann Rösch. „Die Leute wissen, dass man bei uns auch nach Feierabend sowie samstags einkaufen kann“. Von einer 37Stundenwoche kann er also nur träumen, denn rund um die Uhr ist die ganze Familie für den Betrieb da.